Daniel Weber (*1995) was born in and grew up in a village above Lake Constance (Switzerland). For as long as he can remember, art has always been a part of his life. The apprenticeship as a graphic artist was therefore only a logical step. His professional involvement with graphic art in the cultural sector and working with people with disabilities in an atelier strengthened his confidence in his own artistic abilities.
The starting and end point of Daniel Weber's work are faces, which he recognizes in objects. His works are inspired by the confrontation and experimentation with the often unconventional materials he uses: natural products such as wood left over from tree felling or dyed beeswax, waste and recycling materials such as wire and paper, or cheap DIY products like paste and sealant. Working with these raw materials is Weber's most important source of inspiration.
One question remains: Have the faces always been there or do they originate from his own world of thoughts? The closed eyes of the figures symbolize this ambivalence of the inside and outside world and the inevitable blurring of reality and imagination. The grimacing, dreamlike, sometimes even disfigured faces encourage us to reflect on the relationship between perception and reality. 
Weber's pictures in turn create sensory impressions that go beyond the recognition of the face. They express gloom and warmth, suffering and security, fragility and strength at the same time. They catch our attention because recognize these feelings. Although Weber shows facades, cracks occur through which the artist reveals insight into his own feelings.
Daniel Weber (*1995) ist in einem Dorf oberhalb des Bodensees (Schweiz) geboren und aufgewachsen. Kunst ist schon so lange ein Teil seines Lebens, wie er denken kann. Die Ausbildung zum Grafiker war daher nur folgerichtig. Die berufliche Auseinandersetzung mit Grafik im Kulturbereich und die Begleitung von Menschen mit Behinderungen im Atelier stärkten sein Vertrauen in seine eigenen künstlerischen Fähigkeiten.
Ausgangs- und Endpunkt von Daniel Webers Schaffen sind Gesichter, die er in Dingen und Gegenständen erkennt. Seine Werke sind inspiriert von der Konfrontation und dem Experimentieren mit den häufig unorthodoxen Materialen, derer er sich bedient: Naturprodukte wie bei der Baumfällung übriggebliebenes Holz oder eingefärbter Bienenwachs, Abfall- und Recyclingstoffe wie Draht und Altpapier oder günstige Baumarktwaren wie Kleister und Dichtungsmasse. Webers wichtigste Impulsgeber sind die Arbeit an und die Auseinandersetzung mit diesen Rohstoffen.
Bleibt eine Frage: Waren die Gesichter schon immer da oder entspringen sie erst der eigenen Gedankenwelt? Die geschlossenen Augen der Figuren symbolisieren diese Ambivalenz des Innen und Aussen und das zwangsläufige Verschwimmen von Realität und Vorstellung. Die fratzen- und traumhaften, manchmal gar entstellten Gesichter laden dazu ein, über das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit nachzudenken. ​​​​​​​
Webers Bilder schaffen ihrerseits Sinneseindrücke, die über die Wahrnehmung des Gesichts hinausgehen. Sie drücken zugleich Düsterkeit und Wärme, Leid und Geborgenheit, Fragilität und Stärke aus. Sie ziehen uns in ihren Bann, weil wir diese Gefühle kennen und uns dadurch in ihnen erkennen. Weber zeigt zwar Fassaden – aber diese Fassaden haben Risse, durch die der Künstler etwas von seinem eigenen Empfinden preisgibt.